Spaten - Lilienweg Blog

Werkzeuge im Garten

Spaten

der Spaten

Der Spaten

Älteste Spatenfunde lassen sich auf die Zeit der römischen Legionäre zurückführen, die den Spaten zum graben der Wälle und Gräben Ihrer Feldlager nutzen. So leitet sich das Wort „Spaten“ von dem lateinischen „spatha“ (Schwert, Blatt) ab. Historisch gesehen löste der Spaten den Grabestock zur Bodenbearbeitung im Gartenbau und der Landwirtschaft ab. So lässt sich Altniederdeutsch der Begriff des Spaten auf den Namen „spado“ (Hacke), mittelniederdeutsch auf „spade“ (Grabscheit) zurückführen.

Der Spaten eignet sich überwiegend zum Lösen, Bewegen und Umdrehen von Kulturböden. Auch wenn der Spaten als Sonderform der Schaufel angesehen wird, eignet er sich doch weniger zum Bewegen von Losem Boden und Schüttgut. Hier sollte der Gartenfreund schon aus Schonung des eigenen Rückens auf die hierfür vortrefflich zu nutzende Schaufel zurückgreifen.

Gab es früher durch die intensive Landwirtschaftlich Arbeit noch eine ungeheure Vielzahl von Spatenformen werden heute im Zuge der Industrialisierung nur noch ca. 20 verschiedene Modelle im Handel angeboten.

Tipps für den Kauf

Ein guter Spaten zeichnet sich durch die beiden aufgeschmiedeten Auftrittkanten oberhalb des Spatenblattes aus. Durch die Auftrittkante verbessert sich die Kraftübertragung vom Schuh auf das Gerät. Bei billigen Modellen aus dem Baumarkt wird diese oft „vergessen“ was oft dazu führt, das sich schon nach kurzer Benutzungszeit die Sohlen des eigenen Schuhs zerschneiden.
Die richtige Höhe des Spatens ergibt sich, wenn uns der Griff das gerade aufgestellten Spatens bis zu unteren Rippe reicht.
Ob nun ein Spaten mit dem T-Griff oder dem D-Griff gewählt wird ist den eigenen Vorlieben nach zu entscheiden.

Das Spatenblatt sollte mit drei Nieten am Schaft fest über eine Tülle oder zwei Metallbänder mit dem Stiel verbunden sein. Auch wenn es den Anschein machen würde ein Spaten mit Stahlstiel wäre von längerer Robustheit ist doch der Eschenstiel zu bevorzugen. Bei den anfallenden Grabearbeiten übertragen sich das Auftreffen des Spatenblattes auf Steine oder alte Fundamente mit dem Stahlgriff wesentlich schmerzhafter auf die Hände als bei dem natürlich gefederten Eschenstiel.

Meist wird der Spaten in Fachgeschäften mit einem geraden, rechteckigen Blatt angeboten. Ob man aber nun einen Spaten mit abgerundetem Blatt bis hin zu Herzformen verwendet ist den eigenen Vorlieben vorbehalten. Während sich die Herzform leichter in den Boden treiben lässt, eignet sich grade Form besonders gut dazu auch Wurzelwerk zu durchtrennen. Selbst Holz soll schon mit Spaten gehackt worden sein.

Arbeiten mit dem Spaten

Der Spaten wird senkrecht mit dem Blatt in die Erde getrieben. Danach zieht man den Griff zum Körper um den anstehenden Boden zu lockern. Sogleich kann nun das gelöste Erdreich aufgenommen werden. Doch Obacht! So mancher Gärtner hat sich hier schon arg den Rücken verletzt. Gehe zunächst leicht in die Knie und richte Dich dann wieder auf während gleichzeitig die beiden Arme zusammen mit dem Spaten hochgenommen werden.